Burnout- und Stressprävention

Die Zahl der Menschen, die aufgrund eines „Burnout-Syndroms“ ausfallen, wächst. Überfordert, leer und ausgebrannt zu sein, trifft mehr und mehr Arbeitnehmer. Gravierende Leistungseinbußen sind Folgen der emotionalen Erschöpfung, die Menschen aller Berufsformen und Altersstufen treffen kann. Die häufigsten Begleiterscheinungen sind psychosomatische Beschwerden, Depressionen, Nervosität, chronische Muskelverspannungen und Herzerkrankungen. Man schätzt die volkswirtschaftlichen Kosten durch stressbedingte Erkrankungen derzeit auf ca. 35 Milliarden Euro.

Bedeutung und Entstehung von Stress

Stress ist die körperliche und seelische Reaktion auf Anforderungen oder Belastungen, sogenannten Stressoren. Wir bemerken die Symptome durch beschleunigten Herzschlag, angespannter Muskulatur, schnellerem Atmen, aber auch an Unruhezuständen und gereizter Stimmung. Stress-Situationen mobilisieren Energien im Körper, um der „Gefahr“ durch Flucht zu entkommen oder durch Kampf zu beenden – was zu Zeiten, als Menschen noch als Jäger und Sammler unterwegs waren und plötzlich einem wilden Tier gegenüberstanden, existenziell wichtig und sinnvoll war. Stress ist also ein natürlicher Vorgang, der dem Überleben des Menschen dient: Energien werden mobilisiert, um auf eine bedrohliche Situation angemessen reagieren zu können durch Angriff, Flucht oder Erstarrung. Um sich ganz auf die Gefahrensituation konzentrieren zu können, werden andere Prozesse im Körper unterdrückt, die die Reaktion auf die  Stress-Situation behindern könnten.

Stress heute

Die heutigen Stress auslösenden Situationen haben nur noch indirekt und im übertragenen Sinne etwas mit den Gefahren, der sich die Menschheit in vergangenen Jahrtausenden ausgesetzt sah, zu tun. Die heutigen Stressoren sind Überforderung am Arbeitsplatz und/oder in der Familie, Ängste, „es nicht zu schaffen“, perfektionistisches Handeln – wenn man selbst zu hohe Erwartungen an sich stellt, denen man kaum gerecht werden kann, wirtschaftliche Schwierigkeiten, usw. All dies kann massiven Stress auslösen. Hinzu kommt die individuelle Bewertung eines Menschen:

  • Sehe ich eigene Leistungsgrenzen?
  • Habe ich das Gefühl, unentbehrlich zu sein?
  • Neige ich dazu, alles allein zu machen und / oder kontrollieren zu wollen?
  • Kann ich Hilfe annehmen oder einfordern?
  • Bin ich abhängig von der Zuwendung meiner Mitmenschen – und zahle dafür den Preis, möglichst viel für sie zu tun?

Problematisch wird es, wenn wir dauerhaft unter Stress stehen und kein angemessener Wechsel zwischen Stress und Erholung mehr stattfindet. Der gesamte Organismus befindet sich dann permanent in Alarmbereitschaft – was massive gesundheitliche und seelische Folgen haben kann.

Die Arbeit innerhalb der Burnout- und Stressprävention besteht zunächst darin, zu erkennen, inwieweit Sie sich bereits im Dauerstress befinden. Ziel ist es nun, Abhilfe zu schaffen und Wege aus der Dauerbelastung zu finden. Ist dies umfassend bearbeitet, werden individuelle, umsetzbare Maßnahmen zur Vorbeugung erarbeitet, um nachhaltig entspannt leben zu können.

Zielgruppe

Personen, die Unterstützung wünschen um einer möglichen Überforderung entgegenzuwirken, die sich gehetzt fühlen oder bereits im Dauerstress befinden sowie Menschen, die befürchten, den an sie gestellten Erwartungen nicht (mehr) entsprechen zu können.

 

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